Del LaGrace Volcano (geboren 1957 in Kalifornien) ist eine intersexuelle Foto- und Performancekünstlerin, die seit den 1980er Jahren queere Sichtbarkeit in der bildenden Kunst prägt. Volcano wurde intersexuell geboren, wuchs jedoch als Mädchen auf und lebte lange als Frau, bevor die Künstlerin begann, männliche und weibliche Ausdrucksformen bewusst nebeneinander zu leben. Volcano bezeichnet sich selbst unter anderem als „hermaphrodyke" – eine Wortschöpfung aus „hermaphrodite" und „dyke".
Fotografisch ausgebildet am San Francisco Art Institute und später an der University of Derby, machte sich Volcano vor allem mit Bildserien über butch Lesben, Drag Kings und trans Männer einen Namen, etwa in der Werkreihe „Love Bites" und dem Bildband „Sublime Mutations". Im Zentrum der Arbeiten steht immer wieder die Frage, wie Geschlecht performt, sichtbar gemacht und unterlaufen werden kann.
Volcano gilt als eine der prägenden Stimmen der queeren Fotografie und wird international ausgestellt, unter anderem in der Tate. Seit rund zwei Jahrzehnten lebt die Künstlerin in Schweden. Ihr Werk wird häufig im Zusammenhang mit Queer Theory und intersexueller Selbstermächtigung diskutiert und beeinflusste eine ganze Generation queerer Fotograf*innen.