DOMA steht für „Defense of Marriage Act“, ein US-Bundesgesetz aus den 1990er-Jahren, das Ehe und Ehepartner:innen für alle Zwecke des Bundesrechts ausdrücklich auf Verbindungen zwischen einem Mann und einer Frau beschränkte. Selbst Paare, die in einem Bundesstaat rechtsgültig geheiratet hatten, blieben dem Bund gegenüber rechtlich fremd – ohne gemeinsame Steuererklärung, ohne Witwenrente, ohne Anerkennung bei Einwanderungsfragen.
Den entscheidenden Riss bekam das Gesetz durch eine Klage von Edith Windsor, die nach dem Tod ihrer Ehefrau eine Erbschaftssteuer zahlen musste, die verheirateten heterosexuellen Paaren erspart geblieben wäre. Der Oberste Gerichtshof der USA erklärte den zentralen Abschnitt des Gesetzes für verfassungswidrig und ebnete damit den Weg zur bundesweiten Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen, die wenige Jahre später vollständig kam.