Kategorisierung

Kategorisierung bezeichnet im queeren Kontext die Praxis, Menschen in feste Gruppen oder Identitätskategorien einzuteilen. Einerseits ermöglichen Kategorien politische Repräsentation und gemeinschaftliche Identität; andererseits können sie vereinfachend, ausschließend oder starr sein. Queere Theorie kritisiert oft die Naturalisierung von Kategorien wie „schwul", „lesbisch" oder „trans" und fragt, wie diese Begriffe historisch entstanden sind und welche Machtverhältnisse sie reproduzieren. Das Spannungsfeld zwischen Kategorisierung und Offenheit ist ein zentrales Thema queerer Debatten.

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