Pubertätsblocker, medizinisch GnRH-Analoga, sind Medikamente, die körpereigene Rezeptoren im Gehirn blockieren und dadurch die Ausschüttung von Testosteron beziehungsweise Östrogen unterdrücken. Dadurch wird der Beginn der körperlichen Pubertät verzögert. Eingesetzt werden sie bei Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie, um ihnen und ihren Familien Zeit zu verschaffen, weitere Schritte wie eine mögliche geschlechtsangleichende Behandlung in Ruhe abzuwägen, ohne dass in dieser Zeit unerwünschte körperliche Veränderungen wie Bartwuchs oder Brustwachstum eintreten. Die Behandlung gilt grundsätzlich als reversibel: Wird sie abgesetzt, setzt die körpereigene Pubertät verzögert wieder ein. In der medizinischen Fachdiskussion wird allerdings kontrovers diskutiert, wie vollständig diese Reversibilität tatsächlich ist – etwa mit Blick auf das Knochenwachstum, das unter Umständen nicht vollständig aufgeholt werden kann. GnRH-Analoga werden bereits seit den 1990er-Jahren angewendet, ursprünglich zur Behandlung einer vorzeitigen Pubertät bei cis Kindern. International wie in Deutschland ist ihr Einsatz bei trans Jugendlichen politisch wie medizinisch umstritten und Gegenstand laufender Studien.