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Queerbeauftragte

Queerbeauftragte sind Ansprechpersonen in Politik und Verwaltung, deren Aufgabe es ist, die Interessen lesbischer, schwuler, bisexueller, trans, intergeschlechtlicher und queerer Menschen in Entscheidungsprozesse einzubringen und Ressorts sowie Institutionen bei der Umsetzung von Gleichstellungspolitik zu koordinieren. Das Amt existiert in Deutschland auf mehreren Ebenen: bei der Bundesregierung als Beauftragte oder Beauftragter für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, in mehreren Bundesländern sowie in einer wachsenden Zahl von Städten und Gemeinden.

Der Aufgabenzuschnitt unterscheidet sich je nach Ebene, umfasst aber typischerweise rechtliche Anerkennung und Selbstbestimmung, Teilhabe, Schutz vor Gewalt und Diskriminierung, Gesundheitsversorgung sowie die Stärkung von Beratungsangeboten und Community-Strukturen. Auf Bundesebene ist die oder der Queerbeauftragte für die Koordination eines ressortübergreifenden Aktionsplans zuständig; kommunale Beauftragte entwickeln ihre konkreten Aufgaben häufig eigenständig, da es dafür bislang kaum gesetzliche Vorgaben gibt. Hauptamtliche Stellen sind vor allem in Großstädten verbreitet, in ländlichen Regionen sowie in Teilen Ostdeutschlands und Süddeutschlands seltener.

Das Amt ist politisch besetzt und wechselt entsprechend mit Regierungen und Wahlperioden; wer es aktuell innehat, ist über die jeweilige Bundes-, Landes- oder Kommunalverwaltung zu erfahren.

Verwandte Begriffe

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