Queere Theologie beschäftigt sich mit der Interpretation religiöser Texte, Traditionen und Praktiken aus einer queeren Perspektive und hinterfragt heteronormative Auslegungen von Religion. Sie entstand in den 1990er Jahren als Reaktion auf die Ausgrenzung von LGBTQ+-Menschen aus religiösen Gemeinschaften. Queere Theologinnen und Theologen argumentieren, dass religiöse Schriften und Traditionen inklusiv interpretiert werden können und LGBTQ+-Identitäten gleichwertig anerkannt werden sollten. In Deutschland engagieren sich queere Gruppen in evangelischen, katholischen und anderen Religionsgemeinschaften für Inklusion und Gleichberechtigung.