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Queerfeminismus

Buchstabe Q 35 Begriffe

Queerfeminismus gehört zur dritten Welle des Feminismus und ist eine Strömung der feministischen Theorie, die auch „dekonstruktiver Feminismus“ genannt wird. Er richtet sich sowohl gegen Heteronormativität als auch gegen die binäre Geschlechterordnung.

Politisch speist er sich aus der queeren Bewegung, die aus der Lesben- und Schwulenbewegung der 1970er-Jahre hervorging und sich in den 1980ern angesichts der globalen Aids-Krise formierte. Als Ausgangspunkt der Bewegung gilt der Aufstand in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969.

Theoretisch stützt er sich vor allem auf Judith Butler. Nach Butler ist Geschlecht keine biologische Tatsache, sondern wird diskursiv hergestellt, als historisch und situativ bedingter „performativer Akt“, angelehnt an J. L. Austins Sprechakttheorie. Auch Sexualität gilt als diskursiv hervorgebracht und nicht als natürlich gegeben.

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