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Serosorting

Serosorting bezeichnet eine Strategie zur Verringerung des HIV-Übertragungsrisikos, bei der Menschen ihre Sexualpartner:innen anhand des vermuteten oder bekannten HIV-Status auswählen oder den Kondomgebrauch danach ausrichten. Verbreitet ist der Begriff vor allem im Kontext von Männern, die Sex mit Männern haben: Wer HIV-negativ ist, beschränkt ungeschützten Sex etwa auf Partner, die ebenfalls als negativ gelten; wer positiv ist, sucht gezielt andere positive Partner. Studien zeigen, dass Serosorting das Übertragungsrisiko im Vergleich zu gar keiner Strategie senken kann, aber deutlich weniger zuverlässig ist als durchgehender Kondomgebrauch oder wirksame Prävention durch PrEP beziehungsweise eine nicht nachweisbare Viruslast. Ein zentrales Problem: Der eigene oder fremde HIV-Status ist oft nicht sicher bekannt, gerade kurz nach einer Ansteckung ist er über Schnelltests kaum nachweisbar, obwohl die Ansteckungsgefahr in dieser Phase besonders hoch ist. Serosorting gilt in der HIV-Prävention deshalb als Risikominderung, nicht als verlässlicher Schutz.

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