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Simon Nkoli

Simon Nkoli (1957–1998) war ein südafrikanischer Aktivist, der als einer der ersten offen schwule und HIV-positive Kämpfer gegen die Apartheid international bekannt wurde. 1984 wurde er gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Anti-Apartheid-Bewegung verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt; während des jahrelangen Prozesses outete er sich öffentlich als schwul, was ihn auch innerhalb der Bewegung zu Auseinandersetzungen über Homophobie zwang. 1988 wurde er freigesprochen.

Nkoli gilt als Wegbereiter dafür, dass die südafrikanische Verfassung nach dem Ende der Apartheid 1996 als eine der ersten weltweit ein ausdrückliches Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung enthielt. Er gründete die Organisation GLOW (Gay and Lesbian Organisation of the Witwatersrand) und rief 1990 den ersten Pride-Marsch auf dem afrikanischen Kontinent in Johannesburg ins Leben.

Zugleich setzte er sich als HIV-positiver Mann für Aufklärung und gegen Stigmatisierung ein, in einer Zeit, in der die südafrikanische Regierung die Aids-Epidemie lange herunterspielte. Nkoli starb 1998 an den Folgen von Aids. Sein Wirken verbindet bis heute Antirassismus und queere Bürgerrechtsarbeit auf dem afrikanischen Kontinent.

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