Solopolyamorie beschreibt eine Form der Polyamorie, bei der eine Person mehrere romantische oder sexuelle Beziehungen führt, ohne dabei eine davon als zentrale „Hauptbeziehung" zu behandeln oder mit einem Partner beziehungsweise einer Partnerin zusammenzuziehen, Finanzen zu teilen oder klassische Beziehungseskalatoren wie Verlobung und Ehe zu verfolgen. Menschen, die sich als solopolyam bezeichnen, legen in der Regel Wert auf ihre Eigenständigkeit und persönliche Autonomie und lehnen die gesellschaftliche Norm ab, dass romantische Partnerschaften automatisch zum Lebensmittelpunkt werden müssen. Das schließt tiefe, verbindliche Beziehungen nicht aus – sie werden nur anders strukturiert als im traditionellen Paarmodell. Der Begriff ist Teil eines größeren Vokabulars innerhalb der Polyamorie-Community, das unterschiedliche Beziehungsstile jenseits der Zweierbeziehung sichtbar macht.