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STAR (Street Transvestite Action Revolutionaries)

STAR (Street Transvestite Action Revolutionaries) war eine der ersten Gruppen, die sich in den USA gezielt für obdachlose und von Armut betroffene trans Menschen und Drag Queens einsetzte – gegründet von den beiden Aktivistinnen Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera, die kurz zuvor an den Stonewall-Protesten beteiligt gewesen waren. Anders als viele damalige Homosexuellen-Organisationen, die sich auf gesetzliche Reformen und Respektabilität konzentrierten, richtete STAR den Blick bewusst auf jene, die selbst innerhalb der queeren Bewegung oft übersehen wurden: trans Sexarbeiterinnen, inhaftierte trans Personen, obdachlose queere Jugendliche.

Ihr bekanntestes Projekt war das STAR House, eine der ersten Unterkünfte des Landes, die trans Jugendlichen ein Dach über dem Kopf und familiäre Unterstützung bot – finanziert unter anderem aus dem Sexarbeitseinkommen der Gründerinnen selbst, weil kaum andere Geldquellen zur Verfügung standen. Die Gruppe bestand nur kurze Zeit, prägt aber bis heute das Selbstverständnis der trans Bewegung: STAR gilt als früher Beleg dafür, dass Fürsorge und gegenseitige Unterstützung („Mutual Aid“) von Anfang an Teil queeren Aktivismus waren, nicht erst eine spätere Ergänzung.

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