Stone Butch bezeichnet eine lesbische Identität innerhalb der Butch-Femme-Kultur: maskulin auftretende Frauen, die beim Sex meist geben statt nehmen und selbst nicht berührt werden möchten. Der Begriff beschreibt damit sowohl eine sexuelle Präferenz als auch einen eigenen Stil und ein Set an Umgangsformen, die sich von „Femme“ oder „High Femme“ klar abgrenzen. Bekannt wurde die Bezeichnung vor allem durch Leslie Feinbergs Roman „Stone Butch Blues“ von 1993, der das Leben einer Stone Butch in der US-amerikanischen Arbeiterklasse der Nachkriegszeit schildert und als eines der einflussreichsten Werke der lesbischen und trans Literatur gilt. Feinberg selbst, butch-lesbische und später trans Aktivistin, prägte mit dem Roman einen Begriff, der bis heute innerhalb der Butch-Community diskutiert und unterschiedlich ausgelegt wird – manche verstehen „stone“ als festes Muster, andere als eine von vielen möglichen Ausdrucksformen von Nähe und Distanz.