Strukturelle Diskriminierung bezeichnet Benachteiligungen, die nicht durch individuelle Vorurteile, sondern durch gesellschaftliche Systeme, Institutionen und Strukturen entstehen und aufrechterhalten werden. Im LGBTQ+-Kontext umfasst strukturelle Diskriminierung rechtliche Ungleichbehandlung, mangelnde Repräsentation in Institutionen, unzureichende Gesundheitsversorgung und fehlende Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz. Sie wirkt oft unsichtbar und wird von Betroffenen schwerer artikuliert als direkte persönliche Diskriminierung. Das Bewusstsein für strukturelle Diskriminierung ist wichtig, um über individuelle Fälle hinaus systemische Veränderungen anzustreben.