Sworn Virgins (albanisch: „burrnesha") sind Frauen aus den albanischen Alpen und angrenzenden Balkanregionen, die ein Gelübde der lebenslangen Keuschheit ablegten und damit den sozialen Status eines Mannes annahmen. Diese Tradition entstand in Gesellschaften, in denen es keine männlichen Erben oder keine Männer mehr in der Familie gab, und ermöglichte Frauen, Land zu besitzen, zu wählen und als Familienoberhäupter zu fungieren. Sworn Virgins werden heute als historisches Beispiel für Geschlechtlichkeit jenseits der Zweiteilung diskutiert. Ob sie einer modernen trans-Identität entsprechen, ist unter Forschern umstritten.