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Ballroom-Szene

Buchstabe B 54 Begriffe

Die Ballroom-Szene ist eine aus der Schwarzen und lateinamerikanischen LGBTQ-Community in den USA hervorgegangene Subkultur, die in den 1970er- und 1980er-Jahren vor allem in New York City ihre heutige Form annahm. Im Zentrum stehen sogenannte „Balls": Wettbewerbe, bei denen Mitglieder in Kategorien wie Runway, Realness oder Vogue Performance gegeneinander antreten und von einer Jury bewertet werden.

Organisiert ist die Szene in „Häusern" (Houses) – familienähnlichen Gemeinschaften unter der Leitung einer „Mother" oder eines „Father", die häufig jungen queeren Menschen, die von ihren Herkunftsfamilien verstoßen wurden, Unterstützung und Zugehörigkeit bieten. Bekannte Häuser wie das House of LaBeija oder House of Xtravaganza prägten die Szene maßgeblich mit.

Einem breiteren Publikum wurde die Ballroom-Kultur durch die Dokumentation „Paris Is Burning" (1990) und später durch die Serie „Pose" bekannt. Ausdrücke wie „Shade", „Reading" oder „Realness", die aus der Szene stammen, haben inzwischen Eingang in den allgemeinen queeren Sprachgebrauch gefunden.

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