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Barbara Gittings

Barbara Gittings war eine US-amerikanische Aktivistin, die oft als Mitbegründerin der organisierten lesbischen Bürgerrechtsbewegung in den USA gilt. Sie leitete den New Yorker Ableger der Daughters of Bilitis und redigierte über Jahre deren Zeitschrift „The Ladder", die frühen lesbischen Frauen in den USA eine seltene öffentliche Stimme gab.

Gemeinsam mit dem Aktivisten Frank Kameny organisierte sie einige der ersten öffentlichen Protestaktionen für die Rechte homosexueller Menschen vor Regierungsgebäuden in Washington D.C. und Philadelphia – zu einer Zeit, in der offenes Auftreten für queere Menschen erhebliche berufliche und persönliche Risiken bedeutete. Besondere Bedeutung hat ihr Einsatz gegen die Einstufung von Homosexualität als psychische Krankheit: Ihre Arbeit trug maßgeblich dazu bei, dass die American Psychiatric Association Homosexualität aus ihrem Diagnosehandbuch strich.

Gittings gilt bis heute als eine der prägenden Figuren der frühen amerikanischen Homosexuellenbewegung und wird von queeren Historiker*innen häufig als „Mutter der Bürgerrechtsbewegung für Lesben und Schwule" bezeichnet.

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