Bildsprachlich dominieren maskuline Figuren mit ausgeprägter Muskulatur, Körperbehaarung und variierendem Körperbau, häufig angelehnt an Bear- oder Bodybuilding-Ästhetik. Inhaltlich reicht das Spektrum von expliziter Erotik bis zu romantischen oder autobiografisch gefärbten Erzählungen, die auch den gesellschaftlichen Umgang mit Homosexualität in Japan aufgreifen. Erste Manga-Geschichten für ein schwules Publikum erschienen bereits in den 1970er-Jahren in allgemeinen Szenemagazinen, kommerziell erfolgreiche reine Gay-Manga-Magazine entstanden aber erst ab den frühen 2000er-Jahren. Der Begriff „Bara“ selbst wird von den Schöpfer*innen der Werke in Japan nicht einheitlich verwendet – er hat sich vor allem im internationalen, englischsprachigen Diskurs als Genrebezeichnung etabliert.
Bara (Manga-Genre)
Buchstabe B
54 Begriffe