Beziehungsanarchie ist eine Beziehungsphilosophie, die gesellschaftliche Hierarchien und Normen in Liebes- und Freundschaftsbeziehungen ablehnt und stattdessen jede Beziehung individuell und ohne vorgeschriebene Regeln gestaltet. Sie wurde maßgeblich von der schwedischen Aktivistin Andie Nordgren geprägt, die 2006 ein Manifest zur Beziehungsanarchie veröffentlichte. Beziehungsanarchisten treffen keine Unterscheidung zwischen romantischen, sexuellen und freundschaftlichen Beziehungen als hierarchisch unterschiedlich bedeutsam. Das Konzept ist Teil der breiteren Diskussion um ethische Nicht-Monogamie und queere Lebensweisen.