Blutspendeverbot

Das Blutspendeverbot für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), bestand in Deutschland viele Jahrzehnte lang als pauschaler Ausschluss von der Blutspende. Es wurde ursprünglich in der frühen AIDS-Krise der 1980er Jahre eingeführt und basierte auf der Annahme eines erhöhten HIV-Risikos in dieser Gruppe. In Deutschland wurde das pauschale Verbot 2021 durch eine individualisierte Risikobeurteilung ersetzt, die für alle Spendenden gilt, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Kritiker sahen das frühere Verbot als diskriminierend an, da es eine ganze Personengruppe pauschal ausschloss.

Verwandte Begriffe

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