Hijra ist ein Begriff aus dem südasiatischen Raum, insbesondere in Indien, Pakistan und Bangladesch, und bezeichnet eine soziale und religiöse Gruppe von Menschen, die häufig als „drittes Geschlecht" anerkannt sind. Hijras identifizieren sich weder als Männer noch als Frauen und haben in vielen Kulturen Südasiens eine traditionelle rituelle Rolle bei Hochzeiten und Geburten inne. In Indien sind Hijras seit 2014 offiziell als drittes Geschlecht anerkannt. Trotz kultureller Bedeutung sind viele Hijras gesellschaftlicher Diskriminierung und wirtschaftlicher Marginalisierung ausgesetzt.