Homonormativität

Homonormativität bezeichnet ein politisches Konzept, das von der Wissenschaftlerin Lisa Duggan geprägt wurde und die Tendenz beschreibt, dass Teile der LGBTQ+-Bewegung gesellschaftliche Normen übernehmen, anstatt sie zu hinterfragen. Homonormativität zeigt sich darin, dass die Forderungen der queeren Bewegung zunehmend auf Integration in bestehende Institutionen wie Ehe und Militär ausgerichtet sind, während radikalere Forderungen nach der Umgestaltung gesellschaftlicher Strukturen in den Hintergrund treten. Kritiker sehen darin eine Anpassung an heteronormative Werte und eine Ausgrenzung von queeren Menschen, die diese Normen nicht erfüllen. Homonormativität wird im Kontext von Queer Theory und linker Gesellschaftskritik diskutiert.

Verwandte Begriffe

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