Homosexuelle Menschen waren in der NS-Zeit einer systematischen Verfolgung ausgesetzt: Zwischen 1933 und 1945 wurden schätzungsweise 50.000 bis 100.000 Männer wegen des Paragrafen 175 verurteilt und viele in Konzentrationslager deportiert, wo sie den rosa Winkel tragen mussten. Lesbische Frauen wurden zwar weniger systematisch verfolgt, waren aber als „asozial" stigmatisiert und ebenfalls Repression ausgesetzt. Nach 1945 wurden viele Urteile weder aufgehoben noch entschädigt; der Paragraf 175 blieb in der BRD bis 1969 in verschärfter NS-Fassung bestehen. Erst 2002 wurden die NS-Urteile gegen Homosexuelle in Deutschland offiziell aufgehoben.