Die Homosexuellenbewegung in Deutschland entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert und ist eine der ältesten organisierten Emanzipationsbewegungen ihrer Art weltweit. Frühe Aktivisten wie Karl Heinrich Ulrichs und Magnus Hirschfeld kämpften gegen die Kriminalisierung durch den Paragrafen 175. Nach der Unterdrückung während der NS-Zeit erlebte die Bewegung ab den 1970er Jahren eine Wiederbelebung, geprägt von Gruppen wie der Homosexuellen Aktion Westberlin. Heute ist die Bewegung Teil einer breiten queeren Zivilgesellschaft, die sich für rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Anerkennung einsetzt.