Mehrfachdiskriminierung bezeichnet das gleichzeitige Erleben von Benachteiligung aufgrund mehrerer Merkmale, wie z. B. Geschlecht, sexuelle Orientierung, Herkunft, Behinderung oder Religion. Eine lesbische Frau mit Migrationsgeschichte kann beispielsweise gleichzeitig Sexismus, Homophobie und Rassismus erfahren. Das Konzept ist eng mit dem der Intersektionalität verbunden, das analysiert, wie verschiedene Diskriminierungsformen sich gegenseitig verstärken. Mehrfachdiskriminierung wird im deutschen Antidiskriminierungsrecht zunehmend anerkannt.