Minority Stress bezeichnet den chronischen psychosozialen Stress, der durch die Zugehörigkeit zu einer stigmatisierten Minderheitsgruppe entsteht. Für LGBTQ+-Menschen umfasst Minority Stress Erfahrungen wie Diskriminierung, Ablehnung durch Familie, Heteronormativität und die Notwendigkeit, die eigene Identität zu verbergen. Forschungen zeigen, dass Minority Stress zu erhöhten Raten psychischer Erkrankungen wie Depression, Angststörungen und Suizidalität bei LGBTQ+-Menschen beiträgt. Das Konzept wurde von dem Sozialpsychologen Ilan Meyer entwickelt und ist ein wichtiger Rahmen für die LGBTQ+-Gesundheitsforschung.