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Neuroqueer

Neuroqueer bezeichnet die Schnittstelle von Neurodivergenz und Queerness sowie – als Verb verstanden – die bewusste Abweichung von Normen rund um Denken, Kommunikation, Verhalten, Geschlecht und Sexualität. Geprägt wurde der Begriff von der Psychologin Nick Walker und Athena Lynn Michaels-Dillon, die queere Theorie mit dem Konzept der Neurodiversität zusammenführten. Der Begriff kann eine Identität beschreiben – queer und zugleich neurodivergent zu sein, etwa autistisch, ADHS oder anderweitig neurodivergent –, aber auch eine Praxis: sich aktiv den gesellschaftlichen Erwartungen an „normales“ Denken und Verhalten zu widersetzen. Die neuroqueere Theorie geht davon aus, dass der gesellschaftliche Druck, neurotypisch zu erscheinen, eng mit dem Druck verknüpft ist, heterosexuell und cisgeschlechtlich zu wirken – und dass Widerstand gegen das eine oft auch Widerstand gegen das andere bedeutet.

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