„Non-Op" (von englisch „non-operative") bezeichnet trans oder genderdiverse Personen, die keine geschlechtsangleichende Operation vorgenommen haben und dies in der Regel auch nicht anstreben. Der Begriff steht in einer Reihe mit „Pre-Op" (vor einer geplanten Operation) und „Post-Op" (nach einer Operation) und wird meist im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen an den Genitalien verwendet, kann sich aber grundsätzlich auf jede Form geschlechtsangleichender Operationen beziehen.
Gründe für eine Non-Op-Identität sind vielfältig: gesundheitliche Risiken, fehlender Zugang zu entsprechender medizinischer Versorgung, finanzielle Hürden oder schlicht der persönliche Wunsch, keine Operation vorzunehmen. Eine Transition ist medizinisch nicht zwingend an chirurgische Eingriffe gebunden – Hormontherapie, rechtliche Anerkennung des Geschlechts oder ein verändertes Auftreten können ebenso Teil einer Transition sein wie eine Operation.
In der Community wird zunehmend darauf hingewiesen, dass Begriffe wie Non-Op, Pre-Op oder Post-Op sensibel und nur mit Zustimmung der betroffenen Person verwendet werden sollten. Sie beschreiben medizinische Status, nicht den Grad, in dem jemandes Geschlechtsidentität als „echt" oder „vollständig" zu gelten hat.