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Obergefell v. Hodges

Obergefell v. Hodges ist ein Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs der USA vom 26. Juni 2015, das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in allen 50 Bundesstaaten rechtlich absicherte. Das Gericht entschied mit 5 zu 4 Stimmen, dass das Recht auf Eheschließung durch die Verfassungszusätze zu Rechtsstaatlichkeit und Gleichbehandlung geschützt ist und Bundesstaaten gleichgeschlechtlichen Paaren dieses Recht nicht verweigern dürfen. Der Fall bündelte mehrere Klagen gegen Ehe-Verbote in Ohio, Tennessee, Michigan und Kentucky, darunter die des Klägers James Obergefell, der nach dem Tod seines Ehemanns John Arthur um die rechtliche Anerkennung ihrer in einem anderen Bundesstaat geschlossenen Ehe kämpfte. Richter Anthony Kennedy schrieb in der Mehrheitsmeinung, der Ausschluss gleichgeschlechtlicher Paare von der Ehe stigmatisiere sie, verweigere ihnen Würde und belaste auch ihre Kinder. Das Urteil gilt als einer der wichtigsten Siege der US-amerikanischen LGBTQ+-Bewegung und markierte den bundesweiten Durchbruch der Ehe für alle in den Vereinigten Staaten.

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