Pathologisierung bezeichnet die Praxis, bestimmte menschliche Identitäten, Verhaltensweisen oder Erlebnisse als Krankheiten oder Störungen zu klassifizieren. Homosexualität wurde von der WHO erst 1990 aus der Klassifikation psychischer Erkrankungen gestrichen, Transsexualität erst 2019. Die Pathologisierung queerer Identitäten hat historisch zu Zwangsbehandlungen, Konversionstherapien und gesellschaftlicher Stigmatisierung geführt. Viele queere Aktivist:innen kämpfen bis heute gegen die Pathologisierung von LGBTIQ+-Identitäten in Medizin, Recht und Gesellschaft.