Performativität

Performativität ist ein zentrales Konzept der Queer Theory, das vor allem durch die Philosophin Judith Butler in ihrem Werk „Gender Trouble" (1990) geprägt wurde. Butler argumentiert, dass Geschlecht nicht ein vorgegebener Ausdruck einer inneren Wahrheit ist, sondern durch wiederholte Handlungen und Praktiken performativ hergestellt wird. Geschlecht ist demnach kein „Sein", sondern ein „Tun" – es wird durch ständige Wiederholung gesellschaftlicher Normen konstituiert und aufrechterhalten. Das Konzept der Performativität ermöglicht es, die scheinbare Natürlichkeit von Geschlechterkategorien kritisch zu hinterfragen.

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