Pinkwashing bezeichnet eine Praxis, bei der Unternehmen, Organisationen, Regierungen oder Länder LGBTQ+-freundliche Symbolik und Rhetorik einsetzen, um ihr Image zu verbessern, ohne tatsächlich zur Förderung queerer Rechte beizutragen oder um andere problematische Aspekte ihrer Politik oder Praxis zu kaschieren. Der Begriff wird auch im außenpolitischen Kontext verwendet, etwa wenn Israel seine Toleranz gegenüber Homosexualität nutzt, um Kritik an der Palästinapolitik abzulenken (Homonationalismus). Im wirtschaftlichen Bereich bezeichnet Pinkwashing Marketingkampagnen, die zum Pride Month mit Regenbogenfarben werben, ohne queere Mitarbeitende oder Communitys tatsächlich zu unterstützen. Der Begriff macht auf die Differenz zwischen symbolischer und substanzieller Unterstützung aufmerksam.