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Schwestern der Perpetuellen Indulgenz

Buchstabe S 84 Begriffe

Die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz sind eine weltweit aktive Gruppe queerer Aktivistinnen und Aktivisten, die sich als „queere Nonnen des 21. Jahrhunderts“ verstehen. Sie treten in Ordenstracht und Drag auf und spielen satirisch mit religiösen Symbolen.

Gegründet wurde die Bewegung zu Ostern 1979 in San Francisco: Drei Männer zeigten sich im Castro-Viertel in echten Ordensgewändern. Die Schwestern sammeln Spenden, die sie vor allem an Organisationen weitergeben, die Menschen mit HIV und Aids unterstützen. Sie veranstalten Fundraising-Abende wie Bingo oder Bowling, segnen, halten Trauerfeiern ab und gehen auf Pride-Veranstaltungen und Demonstrationen.

1982 gaben sie die erste Safer-Sex-Broschüre der Welt heraus. 2007 hatte die Gruppe etwa 600 Mitglieder in acht Ländern, mit Häusern in den USA, Australien, Europa und Lateinamerika. In Deutschland gibt es Häuser unter anderem in Heidelberg, Berlin, Hamburg, Köln und München.

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