Der türkische Präsident Erdoğan verknüpft Amokläufe mit der LGBTIQ+-Community und sorgt für Empörung.
In der Türkei hat Präsident Erdoğan in einer Rede die LGBTIQ+-Community mit zwei Schul-Amokläufen in Verbindung gebracht, obwohl es keinerlei Beweise für einen Zusammenhang gibt. Diese Äußerungen haben sowohl national als auch international Empörung ausgelöst.
Menschenrechtsorganisationen und Vertreter*innen der LGBTIQ+-Community verurteilen die Aussagen scharf und werfen Erdoğan vor, durch solche Rhetorik Hass und Diskriminierung zu schüren. Die türkische Regierung steht bereits seit längerem in der Kritik, die Rechte von Minderheiten zu unterdrücken und die gesellschaftliche Spaltung zu fördern.
Verwandte Artikel
Türkei: Sänger Mabel Matiz wegen Tanzszene im Musikvideo angeklagt
Die Istanbuler Staatsanwaltschaft wirft dem Sänger Mabel Matiz Obszönität vor, weil in seinem Video „Ha Leylim“ zwei Männer miteinander tanzen. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft.
Schwerbehindert und queer: Rund 858.000 Menschen doppelt benachteiligt
Hochrechnungen auf Basis aktueller Statistiken zeigen: Hunderttausende LGBTIQ+-Menschen in Deutschland leben mit einer Schwerbehinderung. Fachverbände warnen vor Mehrfachdiskriminierung, besonders in der Pflege.
Schwule Kreuzfahrt von Türkei und Ägypten abgewiesen
Eine Kreuzfahrt für LGBTQ+-Reisende wurde binnen einer Woche sowohl von der Türkei als auch von Ägypten abgewiesen. Der Veranstalter spricht von einem Novum in seiner 36-jährigen Geschichte.