In Uganda wurden zwei Frauen verhaftet, weil sie sich in der Öffentlichkeit geküsst haben. Ihnen droht eine lebenslange Haftstrafe.
Zwei Frauen in Uganda, Wendy Faith und Alesi Diana, wurden verhaftet, nachdem sie sich in der Öffentlichkeit geküsst hatten. Die Verhaftung erfolgte in der Stadt Arua im Nordwesten Ugandas. Den Frauen droht nun eine lebenslange Haftstrafe, da Homosexualität in Uganda illegal ist und streng bestraft wird. Die Verhaftung hat international für Empörung gesorgt und Menschenrechtsorganisationen haben die ugandische Regierung aufgefordert, die Anklagen fallen zu lassen. Diese Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die schwierige Situation von LGBTQ+-Personen in Uganda, wo sie häufig Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind.
Verwandte Artikel
UN-Bericht: Russland verfolgt LGBTIQ+-Menschen systematisch auch im Exil
UN-Sonderberichterstatterin Mariana Katzarova dokumentiert über 400 Fälle transnationaler Repression Russlands gegen Kritiker:innen und queere Menschen im Ausland und fordert eine UN-Konvention dagegen.
Freedom House stuft Uganda erneut als „nicht frei“ ein – LGBTIQ+ besonders betroffen
Freedom House stuft Uganda im Jahresbericht 2026 weiterhin als „nicht frei" ein. Besonders betroffen sind laut Bericht homosexuelle Menschen, deren Lage sich seit dem Anti-Homosexualitätsgesetz von 2023 drastisch verschärft hat.
Indonesien erklärt LGBTIQ+-Community per Dekret zur Bedrohung
Ein Präsidialdekret stuft LGBTIQ+-Menschen in Indonesien offiziell als Bedrohung für die nationale Sicherheit ein. Seither berichten Menschenrechtsorganisationen von organisierter Gewalt, Erpressung durch selbsternannte Milizen und Polizeirazzien gegen queere Menschen im ganzen Land.