Beim Chiemsee Reggae Summer, einem der bekanntesten Musikfestivals in Deutschland, wird der jamaikanische Sänger Capleton nicht auftreten. Capleton, der in der Vergangenheit durch homophobe Songtexte aufgefallen ist, sagte seinen Auftritt selbst ab, nachdem das Festival seine Teilnahme verteidigte. Diese Entscheidung wurde von der LGBTIQ+-Community und Menschenrechtsaktivisten begrüßt, die sich gegen jegliche Form von Hassrede aussprechen. Das Festival steht nun unter dem Druck, klare Positionen gegen Diskriminierung zu beziehen und sicherzustellen, dass die Bühne keine Plattform für homophobe Inhalte bietet. Die Absage von Capleton wird als kleiner Sieg im Kampf für mehr Akzeptanz und Gleichberechtigung in der Musikszene gesehen.
Verwandte Artikel
Ein Rugby-Spieler kämpft gegen die Homophobie im eigenen Sport
Als Zwölfjähriger outete sich der irische Rugby-Spieler Kyle Loughman und erlebte danach Ausgrenzung im eigenen Team. Nach Jahren der Pause fand er beim inklusiven Verein San Francisco Fog zu seinem Sport zurück.
Judoka Timo Cavelius spricht offen über sein Coming-out
Der deutsche Judo-Olympionike Timo Cavelius erzählt, warum er sich 2020 öffentlich outete und wie sein Team reagierte. Für Los Angeles 2028 hat er sich neue sportliche Ziele gesetzt.
13-Jährige in Hessen wegen Regenbogen-Accessoires attackiert
Drei Jugendliche haben ein 13-jähriges Mädchen am Bahnhof Neu-Anspach wegen seines Regenbogenarmbands beleidigt und geschlagen. Der Staatsschutz ermittelt, die Polizei bittet um Hinweise.