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Ein Rugby-Spieler kämpft gegen die Homophobie im eigenen Sport

Als Zwölfjähriger outete sich der irische Rugby-Spieler Kyle Loughman und erlebte danach Ausgrenzung im eigenen Team. Nach Jahren der Pause fand er beim inklusiven Verein San Francisco Fog zu seinem Sport zurück.

Kyle Loughman wuchs in einer ländlich-katholischen Gegend Irlands auf, in einer Familie, die Rugby als gemeinsames Hobby lebte. Sein Vater brachte allen Kindern den Sport bei, sein älterer Bruder Jeremy spielte 2023 bei der Rugby-Weltmeisterschaft für die irische Nationalmannschaft, sein Zwillingsbruder spielt und trainiert bis heute inklusive Teams.

Mit zwölf Jahren outete sich Loughman als schwul. Von da an weigerten sich einzelne Mitspieler, mit ihm die Kabine zu teilen. Die folgenden Jahre im Verein wurden zunehmend einsam – nicht der Sport selbst sei das Problem gewesen, sagt er rückblickend, sondern das Umfeld, in dem er ihn ausübte. Kurz vor seinem 20. Geburtstag hörte er auf und ging davon aus, nie wieder zu spielen.

2020 zog Loughman der Wein- und Gastronomiebranche wegen nach Kalifornien. Vor rund neun Monaten schloss er sich den San Francisco Fog an, einem Verein der internationalen queeren Rugby-Liga International Gay Rugby. Zweimal die Woche nimmt er dafür eine anderthalbstündige Anfahrt zum Training in Kauf. „Es ist mehr als nur ein Spielfeld“, sagt er über sein neues Team. „Es ist ein Ort, an dem man verletzlich sein kann, ohne Angst vor Verurteilung.“

Der internationale queere Rugby-Sport hat mit dem Bingham Cup ein eigenes Aushängeschild: Das Turnier ist nach dem schwulen Spieler Mark Bingham benannt, der am 11. September 2001 an Bord des United-Airlines-Flugs 93 starb, und findet 2026 zum ersten Mal in Brisbane statt. Loughman erinnert dabei an eine unbequeme Tatsache: In vielen Teilen der Welt ist Homosexualität trotz allen Fortschritts weiterhin strafbar.

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