Bei einem Spiel in Atlanta forderte die Sicherheit von WNBA-Fans, Shirts mit gegensätzlichen Botschaften zu Trans-Athletinnen im Sport zu verbergen. Die Liga entschuldigte sich nachträglich.
Die US-Basketballliga WNBA hat eingeräumt, dass ihr Sicherheitspersonal falsch gehandelt hat, als es Fans beim Spiel zwischen Atlanta Dream und Indiana Fever aufforderte, Shirts mit Botschaften zum Thema Trans-Personen im Sport zu verdecken. Am 16. August ereignete sich der Vorfall in der Gateway Center Arena in Atlanta.
Mindestens drei Fans waren betroffen: Zwei trugen Shirts, die Frauensport auf Menschen beschränken wollten, die weiblich geboren wurden, ein weiterer Fan ein Shirt zur Unterstützung von Trans-Rechten. Sicherheitskräfte forderten alle drei auf, die Aufschriften zu verbergen. „Die WNBA ist sich der Vorfälle beim Spiel am Sonntagabend in Atlanta bewusst, bei denen Fans von der Liga-Security aufgefordert wurden, ihre Shirts zu verdecken. Das hätte nicht passieren dürfen“, erklärte die Liga. Die beteiligten Sicherheitskräfte seien inzwischen informiert worden, dass solche Anweisungen nicht zulässig waren.
Auch das Team Atlanta Dream distanzierte sich: Man habe an der Entscheidung des Sicherheitspersonals keinen Anteil gehabt, die Maßnahmen seien hinter dem eigenen Anspruch an ein sicheres und inklusives Umfeld zurückgeblieben. Der Vorfall reiht sich in eine monatelange, hitzig geführte Debatte um Trans-Athletinnen im US-Sport ein – seither häufen sich bei WNBA-Spielen ähnliche Auseinandersetzungen um Fan-Kleidung mit politischen Botschaften. Erst wenige Wochen zuvor hatte sich die Liga öffentlich gegen eine spöttisch gemeinte Bewerbung ehemaliger NBA-Spieler als „trans“ positioniert – ein Zeichen dafür, wie gegenwärtig das Thema die laufende Saison begleitet.
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