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New Yorker Lawmaker wollen 40 Jahre altes Bathhouse-Verbot kippen

Zwei offen schwule New Yorker Abgeordnete bringen ein Gesetz ein, das das seit 1985 geltende Verbot schwuler Saunen aufheben und durch ein staatliches Lizenzsystem ersetzen soll.

New Yorks Staatssenator Erik Bottcher und der Abgeordnete Tony Simone, beide offen schwul, haben ein Gesetz eingebracht, das die 1985 verhängte Sperre für schwule Saunen und Bathhouses aufheben soll. Der „Public Health Modernization Act“ würde das Verbot durch ein Lizenzsystem des Gesundheitsministeriums ersetzen.

Aus der Frühzeit der Aids-Krise stammt die Sperre, als Behandlungsmöglichkeiten fehlten und Angst die Politik bestimmte. „Die Wissenschaft hat sich verändert, die Behandlung hat sich verändert, also müssen sich auch die Gesetze ändern“, sagte Bottcher. Befürworter argumentieren, lizenzierte Einrichtungen könnten HIV- und STI-Tests, Präventionsmittel wie PrEP und Doxycyclin sowie Beratung anbieten – Angebote, die es in unregulierten Räumen nicht gibt. Der frühere CDC-Beamte Demetre Daskalakis unterstützt den Vorstoß: Wer Sex in den Untergrund dränge, verliere jede Möglichkeit für gesundheitliche Prävention.

Bottcher verweist zudem auf den Verlust von Orten, an denen queere Menschen sich analog begegnen können: „Die Menschen sehnen sich nach dritten Räumen.“ Bereits in Minneapolis und San Francisco wurden ähnliche Verbote gekippt.

Simone bringt die inhaltsgleiche Fassung im New Yorker Abgeordnetenhaus ein; beide Kammern müssten zustimmen, ehe das Gesundheitsministerium eine neue Regelung erlassen könnte. Bis dahin bleiben beide Gesetzentwürfe in den zuständigen Ausschüssen, eine Wiedereröffnung von Bathhouses in New York bleibt vorerst hypothetisch. Für viele Befürworter ist der Vorstoß auch symbolisch: Er markiert eine der letzten noch bestehenden gesetzlichen Nachwirkungen der frühen Aids-Panik im US-Recht.

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