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Queere Migrantin sitzt erneut in Abschiebehaft in Georgia

Die queere Kamerunerin Pauline Nadege Binam wird zum zweiten Mal von der US-Einwanderungsbehörde ICE festgehalten. Aktivistinnen, die sie besuchten, berichten von Erschöpfung und mangelhafter Versorgung.

Die 36-jährige Pauline Nadege Binam sitzt im Stewart Detention Center im US-Bundesstaat Georgia in Abschiebehaft. Die queere Frau kam als Kleinkind aus Kamerun in die USA und hat eine minderjährige Tochter mit US-Staatsbürgerschaft. Es ist bereits ihre zweite Inhaftierung durch die Einwanderungsbehörde ICE, diesmal seit Dezember. Eine frühere Verurteilung wegen Hehlerei schließt sie formal von einem Abschiebestopp aus; ihre Unterstützer prüfen derzeit andere rechtliche Wege, unter anderem ein laufendes Habeas-Corpus-Verfahren.

Zwei Aktivistinnen, Noël Heatherland und die demokratische Kongresskandidatin Timoria McQueen Saba, durften Binam kürzlich hinter einer Glasscheibe besuchen. „Ich konnte sehen, dass sie sehr müde ist. Sie wirkt einfach sehr erschöpft“, berichtete Heatherland danach. Ein dritter Besucher, der Kandidat Bentley Hudgins, wurde wegen eines abgelaufenen Führerscheins abgewiesen; er beschrieb die Atmosphäre der Einrichtung als von Dunkelheit geprägt.

Binams Fall reicht bis 2019 zurück: Während einer früheren Haft im Irwin County Detention Center soll ihr bei einem gynäkologischen Eingriff ohne vollständige Einwilligung ein Eileiter entfernt worden sein – ein Vorwurf, der in Krankenakten dokumentiert ist und 2020 den US-Kongress beschäftigte. Nach eigenen Angaben leidet Binam in Stewart erneut unter mangelhafter Versorgung, meidet aus Angst vor weiteren Übergriffen aber ärztliche Behandlung. Unterstützer werten den Besuch als Zeichen, dass sie mit ihrem Fall nicht allein ist.

23.08.2026

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