Enes Kanter Freedom und Royce White erklären sich spöttisch zu trans Frauen, um gegen die WNBA zu provozieren – die Liga weist die 'Aktion in schlechter Absicht' zurück, Caitlyn Jenner stellt sich hinter die beiden.
Bild: KI-generiert (Higgsfield) · Illustration
Die US-Basketball-Profiliga WNBA hat zwei ehemalige NBA-Spieler scharf kritisiert, die sich spöttisch als trans Frauen bezeichnet und ihre Teilnahme am nächsten WNBA-Draft angekündigt hatten. Enes Kanter Freedom und Royce White wollten damit nach eigenen Worten auf eine vermeintliche „Heuchelei“ der Liga bei der Inklusion von trans Athletinnen hinweisen. Aktuell spielt keine trans Frau in der WNBA.
„Mit Nachdruck“ verurteile man die Versuche in schlechter Absicht, dieses Thema zu missbrauchen, um andere herabzuwürdigen oder auszugrenzen, erklärte die Liga. Ausgelöst hatte die Debatte zuvor Indiana-Fever-Guard Sophie Cunningham mit ihrer Äußerung, ein Ausschluss von trans Frauen aus dem Frauensport sei „gesunder Menschenverstand“ – eine Aussage, die selbst innerhalb der Liga für Kontroversen sorgte.
Im Sender Fox News stellte sich die frühere Olympiasiegerin Caitlyn Jenner hinter Freedom und White und sprach von einer berechtigten Bloßstellung der „Heuchelei“ in der WNBA. Sie forderte eine strikte Regel nach Chromosomen: „XX, du bist drin; XY, du bist raus. So einfach ist das.“ Jenner ist selbst eine trans Frau.
Seit Monaten läuft in den USA eine Debatte um die Teilnahme von trans Athletinnen am Frauensport, die zuletzt auch den Obersten Gerichtshof beschäftigt hatte. LGBTQ+-Verbände werten die Aktion der beiden Ex-NBA-Spieler als bewusste Provokation, die reale trans Sportlerinnen instrumentalisiere, ohne selbst von der Regelung betroffen zu sein.
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