Im Rahmen der Hamburger Lessingtage hat ein Theaterprojekt unter Leitung von Milo Rau für die Prüfung eines Verbotsverfahrens gegen die queerfeindliche AfD votiert. Expert*innen debattierten dreieinhalb Tage über die rechtlichen und gesellschaftlichen Implikationen.
Im Hamburger Thalia-Theater fand unter dem Titel 'Prozess gegen Deutschland' eine spektakuläre Pseudo-Verhandlung statt, initiiert vom Schweizer Regisseur Milo Rau. Gut 30 Expert*innen und Jurist*innen argumentierten über ein mögliches Verbot der rechtsextremen und queerfeindlichen AfD. Die Veranstaltung war Teil der Hamburger Lessingtage und dauerte dreieinhalb Tage.
Die Jury bestand aus Hamburger Bürger*innen, die am Ende mit einem Votum für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens stimmten. Es handelte sich nicht um Schauspieler*innen mit einem Textbuch, sondern um echte Fachleute, die authentisch debattierten. Das Projekt thematisiert die Bedrohung durch rechtsextreme Kräfte für queere Rechte und die Demokratie.
Milo Rau ist bekannt für seine kontroversen Tribunal-Inszenierungen, die reale Konflikte auf die Bühne bringen. Die Veranstaltung unterstreicht die wachsende Sorge in der queer-community vor der AfD, die regelmäßig gegen LGBTIQ*-Rechte hetzt. Weitere Termine des Projekts folgen in anderen Städten.
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