Der Oberste Gerichtshof von Nebraska hat einstimmig entschieden: Die Initiative für ein Verfassungsverbot für trans Athletinnen im Frauensport bleibt auf dem Stimmzettel im November.
Die Abstimmung über ein Verfassungsverbot für trans Athletinnen im Mädchen- und Frauensport findet im November wie geplant in Nebraska statt. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates entschied einstimmig, dass die Initiative auf dem Stimmzettel bleibt. Über das Urteil berichtete der Advocate am 19. Oktober.
Geklagt hatte im August die Wählerin Cara Ullman. Ihr Argument: Die Kurzfassung auf dem Stimmzettel erkläre die Folgen der Verfassungsänderung nicht ausreichend. Ihre Anwälte von Gutman Law Group betonten, der Text erwähne Schulen gar nicht. Zudem verschleiere die Formulierung, dass trans Athletinnen und Athleten nicht mehr gemäß ihrer Geschlechtsidentität am Sport teilnehmen dürften. Sie definiere Geschlecht auch nicht selbst, sondern verweise auf andere Gesetze des Bundesstaates.
Richter Jason Bergevin, der die Urteilsbegründung schrieb, sah das anders. Der Text gebe den Wählenden genug Information darüber, wofür oder wogegen sie stimmen. Er erfülle die Vorgabe einer „einfachen Sprache“, die man leicht verstehen könne. Das Gericht hielt außerdem fest, das Initiativrecht sei „großzügig auszulegen, um den demokratischen Prozess zu fördern“.
Laut Stimmzettel soll die Verfassung Nebraskas geändert werden, um „verfassungsmäßigen Schutz für geschlechtergetrennten Sport“ zu schaffen und weiblichen Personen gleichen Zugang zu sportlichen Möglichkeiten zu sichern. Die Unterstützer nennen die Kampagne „Fairness for Girls“. Wird sie im November angenommen, steht die Beschränkung künftig in der Landesverfassung.
Eine einfachgesetzliche Regelung gibt es schon. 2025 verabschiedete die Legislative von Nebraska ein Gesetz, das die Teilnahme am Schulsport nach dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht beschränkt; Gouverneur Jim Pillen unterzeichnete es. Die ACLU von Nebraska hatte das Gesetz damals kritisiert.
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