Achillean (von Achill, dem griechischen Helden aus der Sage um Achilles und Patroklos) ist ein im Deutschen noch junger Sammelbegriff für Männer und männlich verortete Personen, die sich zu Männern hingezogen fühlen – unabhängig davon, ob sie sich zusätzlich auch zu anderen Geschlechtern hingezogen fühlen.
Der Begriff funktioniert damit als männliches Gegenstück zu „sapphisch“, das für Frauen und weiblich verortete Personen steht, die Frauen lieben. Anders als „schwul“, das meist ausschließliche Anziehung zu Männern meint, schließt „achillean“ auch bisexuelle, pansexuelle oder queere Männer sowie nichtbinäre Personen mit männlichem Bezug ein. Verbreitet wurde der Begriff vor allem in Online-Communitys, die ihn aus dem akademischen Kontext der Rezeption von Achilles und Patroklos übernahmen – einer Beziehung, die in vielen Deutungen als romantisch oder sexuell gelesen wird.