Ein Ally, deutsch auch Verbündete*r genannt, ist eine Person, die selbst nicht der LGBTQ+-Community angehört, sich aber aktiv für deren Rechte, Sichtbarkeit und Akzeptanz einsetzt. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Englischen und wird im deutschsprachigen Raum meist unübersetzt verwendet.
Allyship zeigt sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen: im Alltag, etwa wenn jemand diskriminierenden Äußerungen widerspricht oder queere Freund*innen und Kolleg*innen unterstützt, ebenso wie im politischen Engagement für Gleichstellungsgesetze oder in der beruflichen Praxis, wenn Unternehmen sich sichtbar für ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld einsetzen. Entscheidend ist dabei die Haltung, die eigene gesellschaftliche Position – etwa als heterosexuelle oder cisgeschlechtliche Person – zu nutzen, um Räume sicherer zu machen, statt queeren Menschen die Deutungshoheit über ihre eigenen Belange abzunehmen.
Gute Allyship bedeutet daher meist zuhören und lernen, bevor man handelt, und die Bedürfnisse der Community in den Vordergrund zu stellen. Der Begriff ist nicht geschützt und kein Titel, den man sich selbst verleiht – er beschreibt eher eine fortlaufende Praxis als einen einmal erreichten Status.