Aporagender bezeichnet eine nichtbinäre Geschlechtsidentität, bei der eine Person ein starkes, klar umrissenes Geschlechtsempfinden hat, das sich aber weder als männlich noch als weiblich noch als eine Mischung aus beidem beschreiben lässt. Der Begriff leitet sich vom griechischen „apo-“ für „getrennt“ oder „fern von“ ab und grenzt sich damit bewusst vom Bild eines Spektrums zwischen den beiden binären Polen ab.
Aporagender unterscheidet sich von Agender, weil die Person eben nicht geschlechtslos ist, sondern ein eigenes, deutliches Geschlechtsgefühl hat. Es unterscheidet sich auch von Bigender oder Genderfluid, weil dieses Gefühl nicht zwischen mehreren Geschlechtern wechselt oder diese kombiniert, sondern als eigenständige, dritte Kategorie erlebt wird.
Der Begriff entstand Mitte der 2010er-Jahre in Online-Communitys nichtbinärer Menschen und wird seither sowohl als eigenständige Selbstbezeichnung als auch als Oberbegriff für verwandte, geschlechtsspezifische, aber nicht-binäre Identitäten verwendet.