Brandon Teena (1972–1993) war ein junger trans Mann aus Nebraska, dessen Ermordung zu einem der bekanntesten Hassverbrechen an einer trans Person in den USA wurde. Im Dezember 1993 wurde er in Falls City von zwei Bekannten vergewaltigt, nachdem diese herausgefunden hatten, dass er trans ist. Als er die Tat bei der Polizei anzeigte, ermordeten dieselben Männer ihn wenige Tage später gemeinsam mit zwei weiteren Personen in Humboldt, Nebraska.
Der Fall erregte landesweite Aufmerksamkeit und trug, zusammen mit der Ermordung des schwulen Studenten Matthew Shepard 1998, zur politischen Debatte über schärfere Hassverbrechensgesetze in den USA bei. 1999 verarbeitete der mit dem Oscar ausgezeichnete Spielfilm „Boys Don't Cry“ seine Geschichte.
Bis heute wird Brandon Teenas Name am Transgender Day of Remembrance genannt, dem jährlichen Gedenktag für Menschen, die wegen ihrer Transidentität ermordet wurden. Sein Fall bleibt ein zentraler Bezugspunkt in der Auseinandersetzung mit Gewalt gegen trans Personen.