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Gender-Gap (Unterstrich)

Der Gender-Gap, auch Gender_Gap oder Gendergap genannt, ist eine Schreibweise geschlechtergerechter Sprache, bei der ein Unterstrich zwischen die maskuline Wortform und die feminine Endung gesetzt wird, etwa in „Lehrer_innen“ oder „Student_innen“. Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit dem Gender Pay Gap, der den Lohnunterschied zwischen Geschlechtern beschreibt. Die Schreibweise wurde in den 1990er-Jahren im deutschsprachigen Raum von feministischen und queeren Gruppen entwickelt. Anders als das generische Maskulinum oder die reine Beidnennung („Lehrerinnen und Lehrer“) soll der Unterstrich eine Lücke sichtbar machen, in der Platz für Menschen ist, die sich weder als Mann noch als Frau verstehen. Die freie Stelle steht damit sinnbildlich für nichtbinäre und weitere Geschlechtsidentitäten. Neben dem Gender-Gap haben sich weitere Zeichen etabliert, etwa der Genderstern (Lehrer*innen) oder der Doppelpunkt (Lehrer:innen). Der Duden führt den Gender-Gap seit einigen Jahren als Option auf, die vom amtlichen Rechtschreibregelwerk nicht abgedeckt ist, wie auch die anderen genannten Varianten. Kritisiert wird die Schreibweise vor allem aus Gründen der Barrierefreiheit: Screenreader für blinde und sehbehinderte Menschen können den Unterstrich häufig nicht korrekt vorlesen, was den Zugang zu Texten erschwert.

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