Gilbert Baker war ein US-amerikanischer Künstler und LGBTQ+-Aktivist, der 1978 in San Francisco die Regenbogenflagge entwarf. Auf Bitten von Harvey Milk sollte ein Symbol entstehen, das die Vielfalt der Community sichtbar macht und sich von bereits vorhandenen, negativ konnotierten Zeichen abgrenzt. Die erste, von Baker und Freiwilligen selbst gefärbte und genähte Fassung zeigte acht Streifen, von denen jede Farbe für einen eigenen Aspekt stand, darunter Leben, Heilung, Sonnenlicht, Natur und menschlicher Geist. Aus produktionstechnischen Gründen reduzierte sich die Flagge bald auf die bis heute bekannte sechsfarbige Version.
Baker verzichtete bewusst darauf, sein Design markenrechtlich schützen zu lassen, damit es frei von jeder Organisation als gemeinsames Symbol genutzt werden konnte. Die Regenbogenflagge verbreitete sich in den folgenden Jahrzehnten weltweit und gilt heute als das bekannteste Erkennungszeichen queerer Communities. Baker blieb bis zu seinem Tod als Künstler und Aktivist tätig und entwarf im Lauf seines Lebens zahlreiche weitere Flaggenvarianten.