Prides Locations Reisen Partys Filme News
Gay-Infos.de

Hanky Code

Der Hanky Code (Taschentuch-Code) ist ein informelles Signalsystem aus der schwulen Leder- und Fetisch-Subkultur der 1970er-Jahre in den USA. Dabei zeigt eine Person durch die Farbe eines aus der Gesäßtasche hängenden Taschentuchs an, welche sexuellen Vorlieben sie hat – die linke Tasche steht traditionell für die aktive, die rechte für die passive Rolle. Der Code entstand als diskrete, nonverbale Verständigungsmöglichkeit in einer Zeit, in der offene Kommunikation über Kink in der Öffentlichkeit riskant war, und verbreitete sich vor allem in Leather-Bars in Städten wie San Francisco und New York. Verschiedene Farben stehen für unterschiedliche Praktiken, etwa Schwarz für BDSM allgemein oder Hellblau für Oralverkehr; die genaue Bedeutung variierte je nach Stadt und Szene. Auch wenn der Hanky Code heute seltener aktiv genutzt wird, gilt er als historisch bedeutsames Element queerer Kink-Kultur und wird auf manchen Leather-Pride-Veranstaltungen weiterhin referenziert.

Verwandte Begriffe

← Zurück zum Glossar