Die Human Rights Campaign (HRC) ist die mitgliederstärkste LGBTQ-Interessenvertretung in den USA. Gegründet wurde sie 1980 vom Aktivisten Steve Endean als politisches Aktionskomitee unter dem Namen Human Rights Campaign Fund, das Wahlkampfspenden für Kandidat:innen sammelte, die sich gegen Diskriminierung im Gesundheits- und Arbeitsbereich einsetzten. Bewusst vermied der Name explizite Begriffe wie „gay“ oder „lesbian“, um ein breiteres Publikum anzusprechen.
1989 wuchs die Organisation zu einem mitgliederbasierten Verband, der sich zusätzlich für die Ausweitung von Hate-Crime-Gesetzen auf LGB-Personen einsetzte. Seit der Umbenennung in Human Rights Campaign 1995 kombiniert sie politische Lobbyarbeit mit Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsprogrammen. Die HRC gilt heute als einflussreichste LGBTQ-Lobbyorganisation der USA, wird von Teilen der Community aber auch für ihren Fokus auf gemäßigte, mehrheitsfähige Positionen kritisiert.